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Home Staging: Was Sie selbst tun können, um den wahrgenommenen Wert zu steigern

Home Staging: Was Sie selbst tun können, um den wahrgenommenen Wert zu steigern

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Angesichts eines immer selektiveren Marktes und von Käufern, die äußerst aufmerksam auf Details achten, gehört der wahrgenommene Wert Ihrer Immobilie zu den wichtigsten Verhandlungshebeln beim Verkauf — genau hier setzt Home Staging an. Indem Sie Ihr Zuhause so vorbereiten, dass es möglichst vielen Interessenten gefällt, steigern Sie seine Wirkung erheblich.

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten einfachen und zugleich wirkungsvollen Maßnahmen, die Sie selbst umsetzen können, um das Potenzial jedes Raumes sichtbar zu machen.

Fassade und Außenbereiche: die entscheidende Wirkung der ersten Minute

Der Entscheidungsprozess eines Käufers beginnt oft noch bevor er die Schwelle Ihrer Haustür überschreitet. Deshalb kann eine vernachlässigte Fassade schnell zu einem Ausschlusskriterium werden.

Beginnen Sie beim Home Staging mit der Reinigung der Außenflächen: Mit einem Hochdruckreiniger lassen sich Mauer, Garageneinfahrt oder Terrasse sichtbar aufwerten. Achten Sie anschließend auf den Eingangsbereich: Die Haustür sollte makellos sein. Blättert die Farbe ab, schleifen Sie sie an und streichen Sie neu — idealerweise in einem dezenten Farbton. Tauschen Sie gegebenenfalls den Türgriff aus, wenn er nicht richtig funktioniert, um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

Raumfluss und Platz: Entrümpeln für mehr Großzügigkeit

Ist Ihr Innenraum zu vollgestellt, fällt es Käufern schwer, sich vorzustellen, dort zu leben — eine echte Raumfluidität ist entscheidend.

Wenden Sie daher die Leerraum-Regel an und entfernen Sie etwa 30 % Ihrer Möbel. Blockiert ein Sessel den Zugang zu einem Fenster oder einer Tür, lagern Sie ihn aus. Schaffen Sie freie Bodenflächen, um das Raumgefühl deutlich zu verbessern.

Sie können außerdem die Funktion der Räume neu definieren, sodass jeder Bereich eine klare Nutzung hat. Wenn das Wohnzimmer gleichzeitig Büro und Fitnessraum ist, entsteht schnell der Eindruck von Platzmangel.

Licht: Ihr strategischer Verbündeter für mehr Raumgefühl

Beginnen Sie mit einem einfachen, aber wirkungsvollen Schritt: Reinigen Sie Ihre Fenster. Diese Maßnahme allein kann die Wahrnehmung der Helligkeit im Raum stark verändern. Ersetzen Sie anschließend schwere, dunkle Vorhänge durch leichte, weiße Gardinen, die Tageslicht hereinlassen und dennoch Privatsphäre bieten.

Achten Sie zudem darauf, mehrere Lichtquellen einzusetzen: Tischlampen, Leselampen oder LED-Streifen in dunklen Ecken. Warmweißes Licht sorgt für eine angenehmere Atmosphäre.

Emotionale Neutralität: die Kunst des Zurücktretens

Damit Käufer ihr zukünftiges Zuhause sehen — und nicht Ihres — sollten Sie Ihre Einrichtung neutralisieren. Entfernen Sie Familienfotos, Sammlungen und alle persönlichen Gegenstände, die vom Objekt selbst ablenken. Sind die Wandfarben zu dominant, streichen Sie sie in neutralen Tönen wie Cremeweiß oder Sand — allgemein akzeptierte Farben, die das Licht optimal reflektieren.

In Küche und Bad sollten keine Gegenstände herumstehen: Kaffeemaschinen, Zahnbürsten oder Produktflaschen gehören weg. Sobald eine Arbeitsfläche leer ist, wirkt der Raum größer und funktionaler.

„Eine freie Arbeitsfläche lässt einen Raum sofort großzügig und funktional erscheinen.“

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Sinneseindruck: der Duft von Sauberkeit als Vorteil

Wussten Sie, dass der Geruchssinn am stärksten mit Erinnerungen und Emotionen verknüpft ist? Schon ein leichter unangenehmer Geruch kann eine Besichtigung in wenigen Sekunden negativ beeinflussen. Lüften Sie daher gründlich, indem Sie vor jeder Besichtigung alle Fenster für 15 Minuten öffnen — auch im Winter. Vermeiden Sie zugleich intensive Raumdüfte, die als Versuch wahrgenommen werden könnten, etwas zu überdecken.

Der ideale Geruch ist der von Sauberkeit, erreicht durch eine gründliche Reinigung mit milden, natürlichen Produkten wie schwarzer Seife und Zitrone.

„Ein unangenehmer Geruch, selbst ein schwacher, kann eine Besichtigung in Sekunden ruinieren.“

Kleine Reparaturen beim Home Staging: Anzeichen von Vernachlässigung beseitigen

Denken Sie an diese kleinen Reparaturen, die Ihnen zusätzliche Preisverhandlungen ersparen können:

  • Fugen erneuern: Mit geringem Aufwand erhält das Bad sofort ein gepflegtes, neuwertiges Erscheinungsbild.
  • Lose Elemente befestigen: Wackelige Türgriffe, schlecht befestigte Steckdosen oder gelöste Sockelleisten senden negative Signale und lassen auf größere Mängel schließen.
  • Bohrlöcher schließen: Nach dem Entfernen von Bildern Löcher verspachteln und überstreichen.

Wenn Sie diese Tipps umsetzen, verändern Sie Ihr Zuhause nicht nur — Sie erleichtern den berühmten Kaufimpuls. Denn ein sauberes, helles, neutrales und gut gepflegtes Haus verkauft sich nicht nur schneller, sondern auch zu einem besseren Preis.

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