Kündigung eines Mietvertrags als Mieter

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Für den Mieter ist die Kündigung des Mietvertrags deutlich einfacher als für den Eigentümer. Nichtsdestoweniger sind einige Vorschriften einzuhalten. Ist das Verfahren bei befristetem und unbefristetem Mietvertrag dasselbe? Welche Kündigungsfrist ist einzuhalten? Alle wichtigen Informationen rund um das Thema Mietvertragskündigung nach den geltenden Bestimmungen finden Sie hier.

Schauen Sie genau hin: vertraglich vereinbarte Kündigungsbedingungen

Wenn Sie eine neue Wohnung beziehen, sollten Sie sich immer die Zeit nehmen, alle Vertragsklauseln des Mietvertrags genau zu studieren, um unangenehme Überraschungen – zum Beispiel beim Auszug – zu vermeiden. Zwar beträgt die gesetzlich vorgesehene Kündigungsfrist 3 Monate, der Vermieter darf im Mietvertrag aber durchaus eine längere Frist vorsehen. Prüfen Sie diesen Teil des Vertrags genau, bevor Sie Ihre Kündigung an den Vermieter senden.

Darüber hinaus variieren die Kündigungsmodalitäten auch je nach Vertragstyp. Beim befristeten Mietvertrag ist es für den Mieter schwieriger, die Wohnung zu kündigen. Theoretisch nämlich darf er die Miete nicht vor Ende der vorgesehenen Laufzeit beenden – außer im Falle eines Verschuldens des Vermieters. Ein unbefristeter Mietvertrag hingegen kann jederzeit gekündigt werden – natürlich immer unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist.

„Ein unbefristeter Mietvertrag kann jederzeit gekündigt werden.“

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Schritte bei der Vertragskündigung

Zwar ist der Mieter gesetzlich nicht dazu verpflichtet, dennoch wird empfohlen, den Vermieter schriftlich per Einschreiben mit Rückschein über die geplante Kündigung in Kenntnis zu setzen. So stellt man sicher, dass der Vermieter informiert worden ist und geht Schwierigkeiten aus dem Weg, sollte es im Anschluss doch zu Unstimmigkeiten zwischen den Parteien kommen.

In Ihrem Schreiben ist das Datum anzugeben, zu welchem Sie die die Wohnung verlassen möchten. Beachten Sie dabei die Kündigungsfrist. Die Gründe müssen Sie nicht darlegen. Wenn Sie eine Wohnung kündigen schulden Sie Ihrem Vermieter keinerlei Erklärung.

Kündigungsfrist: unsere Tipps

In der Regel beträgt die Kündigungsfrist 3 Monate. In diesem Zeitraum müssen Sie – auch wenn Sie schon eine neue Wohnung gefunden haben oder vielleicht sogar schon umgezogen sind – die Miete für die alte Wohnung weiterhin bezahlen. Um unnötige Mehrkosten zu vermeiden, ist es daher sinnvoll, den Wohnungswechsel gewissenhaft zu planen. Kündigen Sie eine Wohnung, für die Sie einen befristeten Mietvertrag abgeschlossen haben, zum Ende der Vertragslaufzeit, müssen Sie den Vermieter dennoch drei Monate im Voraus darüber informieren. Tun Sie dies nicht, verlängert sich der Vertrag stillschweigend und wird zu einem unbefristeten Mietvertrag.

„Kündigen sie eine Wohnung, für die Sie einen befristeten Mietvertrag abgeschlossen haben, zum Ende der Vertragslaufzeit, müssen Sie den Vermieter dennoch drei Monate im Voraus darüber informieren.“

In der Praxis finden viele Mieter und Vermieter eine Einigung, die Kündigungsfrist zu verkürzen: Wenn Sie selbst dem Vermieter einen möglichen Nachmieter vorstellen und er entsprechend flexibel reagiert, können Sie mit dem neuen Mieter ein Einzugsdatum vereinbaren, das vor dem Ablauf Ihrer Kündigungsfrist liegt.

Achtung: Selbst wenn der Wohnungswechsel ein wenig überstürzt stattfindet, vergessen Sie keinesfalls die Wohnungsübergabe! Das dabei vom Vermieter erstellte Dokument ist für Sie wesentlich, um die Kaution erstattet zu bekommen und Konflikte im Nachhinein zu vermeiden.

Rechte und Pflichten des Mieters während der Vertragslaufzeit

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Für den Mieter ist die Kündigung des Mietvertrags deutlich einfacher als für den Eigentümer. Nichtsdestoweniger sind einige Vorschriften einzuhalten. Ist das Verfahren bei befristetem und unbefristetem Mietvertrag dasselbe? Welche Kündigungsfrist ist einzuhalten? Alle wichtigen Informationen rund um das Thema Mietvertragskündigung nach den geltenden Bestimmungen finden Sie hier.

Mit der Unterzeichnung eines Mietvertrags mit dem Eigentümer einer Immobilie gehen eine Reihe von Rechten und Pflichten beider Parteien (Vermieter und Bewohner) einher. Welche Aufgaben haben Sie als Mieter? Informieren Sie sich zu diesem Thema, um Unstimmigkeiten zu vermeiden und vergessen Sie dabei nicht, alles Wissenswerte zu Ihren eigenen Rechten zu erfragen, damit Sie sie im Bedarfsfall geltend machen können.

Miete und andere Kosten fristgerecht begleichen

Als Mieter ist es die oberste Pflicht, dass alle Zahlungen pünktlich erfolgen. Sie müssen die Miete gemäß den im Vertrag festgelegten Bedingungen begleichen. Beim Einzug kann der Vermieter außerdem eine Kaution einfordern. Mit dieser Überweisung sichert er sich gegen eventuelle Mietausfälle oder Beschädigungen der Immobilie während der Vertragslaufzeit ab. Die Kaution darf dabei nicht mehr als drei Monatsmieten betragen. Spätestens bei Unterzeichnung des Vertrags müssen Sie diesen Betrag bezahlen. Dabei gibt es mehrere mögliche Vorgehensweisen und Finanzierungsmöglichkeiten: Bankbürgschaft, Staatshilfen, entsprechende Versicherung usw.

Anschließend sind Sie verpflichtet, monatlich die Miete sowie die Nebenkosten zu überweisen. Dabei können lediglich die Kosten für Leistungen in Rechnung gestellt werden, die Ihnen zugutekommen: Energieverbrauch, Unterhalt technischer Anlagen, Austausch eines Filters, Pflege und Instandhaltung gemeinschaftlich genutzter Räumlichkeiten oder des Gartens, Abfallgebühren usw. Die Nebenkosten können pauschal oder nach tatsächlichem Verbrauch erhoben werden. Auch eine Änderung während der Vertragslaufzeit ist denkbar.

„Es können lediglich die Kosten für Leistungen in Rechnung gestellt werden, die Ihnen zugutekommen.“  

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Achtung: Der Eigentümer darf Kosten wie die Grundsteuer oder Steuern zu Lasten des Eigentümers nicht als Nebenkosten auf den Mieter umlegen.

Wohnqualität

Es ist soweit: die Übergabe der Wohnung steht an. Bevor Sie jetzt Ihr neues Heim beziehen, sollten Sie einen genauen Blick auf all die Mängel werfen, die ein angenehmes Wohnen unmöglich machen. Weisen Sie den Eigentümer auf diese Probleme hin. Er muss Ihnen eine angemessene und gesundheitlich unbedenkliche Immobilie übergeben, in der Sie unbesorgt und ohne Gefahr für Leib und Leben wohnen können.

Haben Sie den Eindruck, dass die Immobilie nicht gefahrlos bewohnt werden kann, fordern Sie den Eigentümer auf, die erforderlichen Reparaturen vorzunehmen, damit die Wohnung den geltenden Sicherheitsstandards entspricht.

Für Mieter gilt: Kleinreparaturen selbst erledigen, Probleme stets melden!

Als Mieter müssen Sie Kleinreparaturen in Ihrer Wohnung selbst übernehmen. Auch für die Instandhaltung sind Sie zuständig. Bei der Nutzung der Immobilie sind die vertraglich geregelten Bestimmungen einzuhalten. Eine Wohn-Immobilie darf beispielsweise nicht einfach als Büro genutzt werden. Sie verfügen aber über das Recht, kleinere Verschönerungsarbeiten vorzunehmen, sofern Sie die Wohnung bei Ihrem Auszug wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen.

„Als Mieter müssen Sie Kleinreparaturen in Ihrer Wohnung selbst übernehmen. Auch für die Instandhaltung sind Sie zuständig.“

Stoßen Sie im Zusammenhang mit der Wohnung auf ein Problem, das Sie selbst nicht lösen können, müssen Sie den Eigentümer darüber in Kenntnis setzen. Er muss dann die zuständigen Handwerker beauftragen und größere Reparaturen übernehmen (außer in Ausnahmefällen, beispielsweise, wenn der Mangel auf eine unzureichende Pflege Ihrerseits zurückzuführen ist). Wenn Sie den Eigentümer nicht über Mängel in Kenntnis setzen, die Ihnen aufgefallen sind, kann er Ihnen das später vorwerfen.

Vergessen Sie nicht, dass Sie für sich ab dem Tag Ihres Einzugs eine Mieterhaftpflichtversicherung abschließen müssen. Vergessen Sie dies, kann Sie das im Schadensfall teuer zu stehen kommen. Während der Vertragslaufzeit sollten sie stets im Hinterkopf behalten, dass Sie Beschädigungen immer melden müssen und größere entstandene Mängel einen Einbehalt der Kaution durch den Vermieter durchaus rechtfertigen.

Kündigung eines Mietvertrags

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Je nachdem, wer einen Vertrag beenden möchte und wie der Mietvertrag gestaltet ist, gelten spezifische Regeln für die Kündigung eines Mietvertrags. Bei einem unbefristeten Mietvertrag verfügt der Mieter in der Regel über eine zwei- oder dreimonatige Kündigungsfrist, je nachdem, was vertraglich vereinbart worden ist. Der Eigentümer hingegen muss einen triftigen Grund haben, um den Mietvertrag vorzeitig aufkündigen zu können. In diesem Fall müssen die geltenden Regeln bezüglich der Form des Antrags und der Fristen genauestens eingehalten werden.  

In welchen Fällen kann der Vermieter vorzeitig kündigen?

Bei Verstößen seitens des Mieters darf der Vermieter diesem fristlos kündigen. In der Juristensprache heißt das dann „Auflösung“ des Vertrags und nicht „Kündigung“. Möglich wird die Vertragsauflösung nach vorherigem Gerichtsverfahren. Bestätigt der Friedensrichter, dass der Mieter fahrlässig gehandelt hat, darf der Vertrag aufgelöst werden. Nicht immer darf diese jedoch fristlos erfolgen. Der Richter kann nämlich selbst eine entsprechende Frist festlegen.

Selbst bei einem redlichen Mieter kann bisweilen die Auflösung des Vertrags aus wichtigen und nachvollziehbaren Gründen eine denkbare Option darstellen; immer dann nämlich, wenn wichtige Baumaßnahmen zu erfolgen haben, während derer die Sicherheit des Mieters nicht gewährleistet ist, wenn er die Immobilie weiterhin bewohnt.

Die Vertragsauflösung wegen Eigenbedarfs ist gesetzlich zulässig. Nichtsdestoweniger gilt hier eine Kündigungsfrist von 6 Monaten bei unbefristeten Mietverträgen. Eine Vertragskündigung wegen Eigenbedarfs spielt immer dann eine Rolle, wenn man eine Immobilie selbst bewohnen möchte oder einen Angehörigen dort unterbringen möchte.

„Die Vertragsauflösung wegen Eigenbedarfs ist gesetzlich zulässig. Nichtsdestoweniger gilt hier eine Kündigungsfrist von 6 Monaten bei unbefristeten Mietverträgen.“  

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Vorgehensweise bei Vertragskündigung

Ungeachtet der Gründe für eine Vertragskündigung bleibt die Vorgehensweise immer dieselbe. Die geltenden Regeln sind genauestens einzuhalten. Es reicht nicht aus, den Mieter per Mail oder Telefon in Kenntnis zu setzen. Die Vertragskündigung hat immer schriftlich zu erfolgen. Sie muss per Einschreiben mit Rückschein zugestellt werden. In diesem Schreiben müssen die Gründe Ihrer Entscheidung dargelegt werden. Gegebenenfalls müssen Sie darlegen, dass Sie nach dem Gebot von Treu und Glauben handeln.

Vergessen Sie auch nicht, Paragraf 3 Art. 12 des Gesetzes vom 21. September 2006 anzuführen, nach dem ein Mietvertrag nur aus persönlichen Gründen gekündigt werden kann. Wenn Sie persönliche Gründe anführen, ohne den entsprechenden Paragrafen anzuführen, kann Ihr Schreiben ungültig werden, weil sich dadurch das Verfahren unnötig in die Länge zieht.

Wurde der Bewohner von Ihrer Entscheidung in Kenntnis gesetzt, kann er sich zur Fristverlängerung an einen Friedensrichter wenden. In diesem Fall werden alle Parteien zur Anhörung geladen. Grundsätzlich gilt, dass niemals eine Verlängerung von mehr als einem Jahr ab Ablauf der ursprünglichen Frist gewährt werden kann. Sind die Fristen verstrichen, kann der Richter – sofern der Mieter die Vereinbarung nicht einhält und auch weiterhin die Immobilie bewohnt – eine Zwangsräumung veranlassen.

„Der Bewohner kann sich zur Fristverlängerung an einen Friedensrichter wenden.“

Achtung: Auch wenn die Vertragskündigung überstürzt erfolgt und selbst, wenn man sich gemeinsam auf eine Lösung geeinigt hat, sollten Sie die offizielle Wohnungsübergabe nicht vergessen. Denken Sie außerdem daran, dem Mieter innerhalb der vorgeschriebenen Fristen seine Kaution zu erstatten.

Mietausfälle vorhersehen und planen

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Eine der größten Sorgen eines Vermieters bei der Vermietung seiner Wohnung oder seines Hauses ist, der Mieter könnte seine Miete verspätet oder nicht bezahlen. Es gibt mehrere Vorgehensweisen, die sich bewährt haben, um solcherlei Konflikte zu vermeiden. Wenn es zu spät ist, der Mieter den Vermieter nicht rechtzeitig informiert hat und bereits einige Monatsmieten nicht bezahlt worden sind, darf der Eigentümer die zuständigen Gerichte anrufen und die offenen Mietzahlungen einklagen.

Unsere Tipps zur Vermeidung von Mietausfällen

Noch vor Unterzeichnung des Mietvertrags kann der Eigentümer vorsorgen und das Risiko einer verspäteten Mietzahlung minimieren. Mit anderen Worten: Wählen Sie einen seriösen Mieter! Vermieten Sie Ihr Objekt nicht an irgendwen. Bitten Sie um die letzten Gehaltsabrechnungen oder aktuelle Nachweise darüber, dass er bisher immer seine Miete bezahlt hat. Verlangen Sie diese Unterlagen von jedem potenziellen Mieter. So können Sie sicherstellen, dass die Person über ein ausreichendes Einkommen verfügt, um die Miete wirklich zu bezahlen. Außerdem sehen Sie, ob er bisher seine Miete immer pünktlich überwiesen hat.  

Parallel dazu können Sie eine Versicherung abschließen, die für die Miete aufkommt, wenn Ihre Mieter ihren Pflichten nicht nachkommen. Die Versicherung zahlt Ihnen in einem solchen Fall einen Betrag in Höhe der jeweiligen Miete bis die Situation geklärt werden konnte. Auf diese Weise lassen sich fehlende Einnahmen während eines laufenden Gerichtsverfahrens oder dann ausgleichen, wenn der Mieter zwar keine Miete mehr bezahlt, die Immobilie aber weiterhin bewohnt.

„Sie können eine Versicherung abschließen, die für die Miete aufkommt, wenn Ihre Mieter ihren Pflichten nicht nachkommen.“

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Reagieren Sie schnell, wenn sich bei einer Mietzahlung eine Verspätung abzeichnet. Kontaktieren Sie den Mieter und fragen Sie ihn nach den Gründen. Manchmal lassen sich die Probleme schnell auf gütliche Weise lösenw. In schwierig gearteten Fällen müssen Sie sich an die zuständigen Gerichte wenden, um das Geld einzufordern, das Ihnen zusteht.

Wie bringe ich ein Verfahren gegen einen säumigen Mieter vor Gericht?

Sie planen den Weg vor Gericht? Reichen Sie bei dem in Ihrem Bezirk zuständigen Friedensgericht einen entsprechenden Antrag ein (Luxemburg-Stadt, Esch an der Alzette oder Diekirch, je nach Lage der Immobilie).  

Der Urkundsbeamte nimmt die Sache auf und schreibt alle betroffenen Parteien auf dem Postweg an. Erscheint der Mieter am angegebenen Tag nicht, ergeht ein Säumnisurteil. Erscheint er, wird das Datum für die mündliche Verhandlung festgelegt.

Der Friedensrichter ist außerdem dazu berechtigt, dringende Maßnahmen zu verfügen. Er kann also beispielsweise einen Sachverständigen hinzuziehen oder eine provisorische Miete festlegen.

Nach dem Urteil kann der Eigentümer zur Gehaltspfändung berechtigt sein, mit der er das Geld erhält, das ihm nicht fristgerecht bezahlt worden ist. Auch eine Pfändung des Eigentums des Mieters ist denkbar. Erscheint es in der aktuellen Situation nicht zumutbar, den bestehenden Mietvertrag aufrecht zu erhalten, kann der Richter auch eine Zwangsräumung der Immobilie anordnen.

„Nach dem Urteil kann der Eigentümer zur Gehaltspfändung berechtigt sein, mit der er das Geld erhält, das ihm nicht fristgerecht bezahlt worden ist.“

Da es für dieses Verfahren ausreicht, einen entsprechenden Antrag bei Gericht zu stellen, ist es verhältnismäßig günstig, schließlich muss weder der Gerichtsvollzieher noch ein Rechtsbeistand bezahlt werden. Der Eigentümer muss lediglich die Kosten für einige Kopien entsprechender Nachweise tragen, zu den Anhörungen anreisen und Briefe an seinen Mieter als Einschreiben mit Rückschein zustellen lassen.

Reparaturen und Umbauten: Pflichten des Eigentümers

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Bei der Vermietung von Immobilien kommt es regelmäßig zu Streitigkeiten, weil unklar ist, welche Rechte und Pflichten Eigentümer und Mieter haben. Informieren Sie sich daher rechtzeitig über Ihre Pflichten, um belastende Unstimmigkeiten mit ihrem Mieter zu vermeiden. Er könnte Ihnen vorhalten, Sie seien Ihren Pflichten nicht ausreichend nachgekommen. Ein Beispiel: kleinere, alltägliche Reparaturen sind vom Mieter zu leisten, größere Maßnahmen hingegen sind in der Regel von Ihnen zu tragen. Lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen.

Zusammenfassung: Rechte und Pflichten des Eigentümers

Bei einem Mietvertrag ist der Mieter in der Regel dazu verpflichtet, Fristen einzuhalten und seine Miete pünktlich zu bezahlen. Auch übernimmt er die Pflicht, die Immobilie instand zu halten und kleinere Reparaturarbeiten selbst zu übernehmen: Türschloss, Glühbirnen austauschen, Wartung des Heizkessels durch einen zugelassenen Fachmann usw. Bei Kündigung des Mietvertrags ist der Mieter verpflichtet, die Immobilie in ordnungsgemäßem Zustand ohne Beschädigungen zurückzugeben, obgleich leichte Abnutzungen der Ausstattung natürlich toleriert werden (je länger der Mieter geblieben ist, desto mehr spielt dieser Faktor eine Rolle).

Der Eigentümer hingegen übergibt die Schlüssel eines sauberen, gesundheitlich unbedenklichen und angemessenen Objekts. Für den Mieter darf mit Bezug der Immobilie kein Sicherheits- oder Gesundheitsrisiko entstehen. Wäre das der Fall, müsste der Eigentümer im Vorfeld die entsprechenden baulichen Maßnahmen treffen, damit die Wohnung geltenden Standards entspricht. Bezüglich der Instandhaltung und Pflege der Immobilie gilt: In der Regel hat der Eigentümer größere Baumaßnahmen zu tragen. Dazu zählen insbesondere all jene Renovierungen, die nicht auf Fahrlässigkeit des Mieters, sondern ganz normale Abnutzung, ein besonderes Ereignis oder einen Defekt zurückzuführen sind.

Wer zahlt für Reparaturen in einer Mietwohnung?

Der Mieter ist lediglich für die Erledigung von sogenannten „Kleinreparaturen“ zuständig. Kommt es zum Streitfall, wird der entsprechende Gesetzestext hinzugezogen, der für ähnliche Reparaturen derselben Kategorie gilt. Ganz grundsätzlich sind damit kleinere Maßnahmen gemeint, für die man keinen Handwerker benötigt und die keine größeren Kosten mit sich bringen. Solche „Instandhaltungsreparaturen“ kann jeder erledigen. Der Mieter muss sie problemlos selbst übernehmen können.

„Der Mieter ist lediglich für die Erledigung von sogenannten ‘Kleinreparaturen’ zuständig.“


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Im Gegenzug kann man sagen, dass sobald die Beauftragung eines Handwerkers vonnöten ist, die Rechnung meist an den Vermieter geht. Er muss alle Reparaturen und Renovierungen bezahlen, die das Gebäude betreffen. Auch in der Wohnung oder im Haus obliegen ihm die Maßnahmen, die auf das Alter der Immobilie, Baufehler, Unwetter oder Materialfehler zurückzuführen sind.

Wenn größere Reparaturen infolge mangelhafter Instandhaltung des Objekts durch den Mieter notwendig werden, ist der Eigentümer berechtigt, eine Übernahme der zu erwartenden Kosten abzulehnen. Ist es nicht möglich, für die Angelegenheit eine gütliche Einigung zu erzielen, kann es erforderlich werden, die Streitsache vor Gericht auszutragen. Das gilt insbesondere für kostspielige Reparaturen.

„Wenn größere Reparaturen infolge mangelhafter Instandhaltung des Objekts durch den Mieter notwendig werden, ist der Eigentümer berechtigt, eine Übernahme der zu erwartenden Kosten abzulehnen.“

Das luxemburgische Gesetz vom 21. September 2006 zum Wohnmietvertrag, der einige Änderungen bezüglich des Zivilgesetzbuchs enthält, führt Pflichten und Rechte des Eigentümers sehr detailliert auf. Bei Streitsachen wird daher häufig unter anderem auf diesen Gesetzestext Bezug genommen.

Wie vermeidet man Unstimmigkeiten zwischen Mieter und Eigentümer?

Bei Schwierigkeiten im Kontakt zwischen Mieter und Vermieter empfiehlt sich in der Regel, eine Immobilienagentur als Mittler hinzuziehen. Sie kann anstelle des Vermieters sämtliche Verwaltungsaufgaben rund um die Vermietung übernehmen. Wird sie beauftragt, ist sie erster Ansprechpartner des Mieters bei Problemen. Der Eigentümer wird selbstverständlich über laufende Angelegenheiten informiert und hat das letzte Wort bei Fragen zu Renovierungen oder Baumaßnahmen.

Wer eine Immobilienagentur mit der Verwaltung beauftragt, muss sich komplexen Fragestellungen zu Reparaturen und ihrer Finanzierung nicht stellen. Fachleute, die häufig mit solchen Situationen zu tun haben, wissen, wer in welchem Fall die Kosten zu tragen hat.

Alle vom Real Estate Board zertifizierten Agenturen finden Sie unter www.chambreimmobiliere.lu
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Eine Immobilie möbliert oder unmöbliert vermieten? Vor- und Nachteile

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In einigen Ländern fallen die Steuern für den Eigentümer unterschiedlich aus, je nachdem, ob er seine Immobilie möbliert oder unmöbliert vermietet: In Luxemburg macht dies keinen Unterschied. Aber auch wenn sich diese Entscheidung nicht auf Ihre Steuern auswirkt, müssen Sie dennoch überlegen, ob Sie Ihre Objekte möbliert oder unmöbliert vermieten wollen: Hier nun einige Tipps, die Ihnen helfen werden!

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Mieter – Wissenswertes über die Kaution

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Eine der Forderungen, die die Mehrheit der Vermieter bei der Unterzeichnung eines Mietvertrags an den neuen Mieter stellt, ist die Hinterlegung einer Bürgschaft, der sogenannten Kaution. Für den Vermieter stellt dieser einmalig gezahlte Geldbetrag eine Sicherheit dar, die er mit rückständigen Mietzahlungen verrechnen kann oder die er verwenden kann, um nach Ihrem Auszug Schäden am Mietobjekt zu beheben, die Sie verursacht haben. Wie hoch ist die Kaution? Welche Rechte und Pflichten haben Sie als Mieter? Wie sollte man im Streitfall vorgehen? Hier unsere Tipps.

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Wie hoch darf die Miete sein? Welche Pflichten hat der Eigentümer?

Définir le montant de son loyer

Bevor Sie mit der Suche nach einem geeigneten Mieter für Ihre Immobilie beginnen (Anzeigen schreiben, Besichtigungstermine vereinbaren …), sollten Sie sich zunächst einige wesentliche Fragen rund um die professionelle Vermietung stellen. Wie lege ich einen korrekten Mietpreis fest, wenn ich die Feinheiten der Immobilienwelt nicht wirklich kenne? Wie gehe ich vor, um Streitigkeiten zu vermeiden und meine Pflichten als Eigentümer zu erfüllen? Hier nun die wesentliche Punkte, die Sie schon vor einer Vermietung beachten sollten!

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Einbauküche – Komfortausstattung oder Wertsteigerungsfaktor?

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Betritt man eine neue Wohnung, interessiert man sich häufig speziell für die Küche. Früher einst kleines praktisches Kämmerchen, das nur der Zubereitung von Speisen diente, hat sie im Verlauf der Jahre eine beeindruckende Karriere hingelegt: Sie ist zu einem echten Wohnraum geworden, in dem man gern Zeit verbringt. Eine Einbauküche kann schnell den Geldbeutel strapazieren. Daher ist es sinnvoll, sich zu dem Thema Gedanken zu machen, bevor man vorschnell einen Miet- oder Kaufvertrag unterzeichnet.

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Terrasse: dieser Luxus hat seinen Preis

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In der Stadt wünschen sich viele eine Terrasse. Sie erhöhen den Wert einer Wohnung in nicht unerheblichem Maß. Gerade weil sie so selten sind, können Verkäufer von Wohnungen mit Terrasse teils schwindelerregende Kaufpreise erzielen. Viele Städter träumen von einer Terrasse mitten im Stadtzentrum und ihrer kleinen grünen Oase. Aber seien Sie vorsichtig: Zahlen Sie für Ihre Wunschimmobilie keinen Wucherpreis!  

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Garten in der Stadt, Garten auf dem Land

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Sobald die Tage wieder wärmer werden, wünscht sich fast jeder einen eigenen Garten. Je nach Gebiet, in dem man leben möchte, lässt sich der Traum vom Haus oder der Wohnung mit Garten mehr oder weniger gut realisieren. Möchte man einen Garten besitzen, muss man häufig fernab der Stadtzentren suchen, was einige Nachteile mit sich bringt, die man beim Kauf einer Immobilie keinesfalls unterschätzen sollte.

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Eine Garage: Bleibe für Ihren Pkw oder alles andere

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Nur derjenige, der diesen Luxus nicht sein Eigen nennt, weiß, wie komfortabel und angenehm es sein kann, eine eigene Garage in der Nähe des eigenen Heims zu haben. Die Miete oder der Kauf einer Garage kann dem Städter so manches Ungemach ersparen, aber sie kann auch für andere Zwecke eingesetzt werden und als Lagerraum Verwendung finden. Auch für Investoren sind Garagen hochinteressant, weil sie pflegeleicht sind und in hohem Maß wirtschaftlich.

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Keller: Vor- oder Nachteil in Sachen Komfort?

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Keller gibt es sowohl in Mehrfamilienhäusern als auch im Eigenheim. Die praktische Abstellmöglichkeit für Dinge, die man im Alltag nicht benötigt, kann aber auch Probleme mit sich bringen. Wenn Sie ein Haus besichtigen, sollten Sie sich daher auch die Zeit nehmen, diesen Raum in Augenschein zu nehmen, um zu wissen, ob er Ihnen einen Mehrwert bringt oder – ganz im Gegenteil – nur jede Menge Schwierigkeiten bescheren wird.

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Wohngebäude mit Lift – das müssen Sie wissen

ascenseur

Aus praktischen Gründen, die klar auf der Hand liegen, suchen manche Menschen ausschließlich nach einer Wohnung, die sich in einem Haus mit Aufzug befinden. Doch das sehr komfortable Extra bringt für Käufer oder Mieter zusätzliche Kosten mit sich. Bevor Sie also bei allen Immobilien-Gesuchen Ihr Häkchen im Feld „Aufzug“ setzen, sollten Sie die nachstehend aufgeführten Informationen in jedem Fall gelesen haben.  

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Mieten in Luxemburg – die perfekte Bleibe finden!

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Es ist nicht immer einfach, in Luxemburg eine Mietimmobilie zu finden: Der Markt zeigt sich angespannt und die Nachfrage ist höher als das Angebot. Für Eigentümer bedeutet dies, dass sie sich den angenehmsten Mieter mit den besten Sicherheiten herauspicken dürfen und der Unterzeichnung des Mietvertrags entspannt entgegenblicken können … Die Suche nach einer Wohnung kann hingegen schnell zu einem Alptraum werden! Hier nun einige praktische Tipps für den raschen Erfolg auf der Suche nach dem perfekten Zuhause.

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Wohnen: die Mietmöglichkeiten im Überblick

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Du bist auf der Suche nach einer Mietwohnung und kannst dich zwischen den unterschiedlichen Miettypen nicht entscheiden, die dir zur Verfügung stehen? In den Anzeigen stößt du auf unmöblierte und möblierte Wohnungen, Wohngemeinschaften oder auch Studentenwohnungen. Wir nennen dir die wesentlichen Vor- und Nachteile der einzelnen Unterkünfte … Wobei deine Entscheidung natürlich immer in erster Linie von deinen persönlichen Bedürfnissen abhängt.

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Mieter – unsere Tipps für aussagekräftige Unterlagen

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In vielen luxemburgischen Städten übersteigt die Nachfrage das Angebot. Es gibt einfach mehr Mieter, die nach einem schönen Zuhause suchen, als verfügbare Immobilien. Angesichts eines allgemein angespannten Marktes muss man sein Organisationstalent unter Beweis stellen, um die Chancen auf eine Wohnung oder ein Haus in Luxemburg zu erhöhen. Hier nun die wichtigsten Tipps für aussagekräftige Unterlagen, mit denen Sie sich von der Konkurrenz abheben und Ihre künftigen Vermieter überzeugen werden!

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Dinge, die vor Unterzeichnung des Mietvertrages überprüft werden sollten

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Verglichen mit dem Kauf einer Immobilie scheint die schlichte Unterzeichnung eines Mietvertrags sehr viel weniger riskant zu sein. Bevor Sie einen Mietvertrag unterzeichnen, sollten Sie jedoch ein paar Dinge überprüfen, um sicherzugehen, dass Sie die richtige Entscheidung treffen. Sobald Sie unterschreiben, sind Sie Mieter und müssen die Miete bezahlen: Vergewissern Sie sich also, dass Ihr neues Zuhause allen Ihren Erwartungen entspricht und Sie durch den Mietvertrag angemessen geschützt sind, bevor Sie eine endgültige Vereinbarung treffen!

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